Synchronisationsmatrix (Synchromatrix) einfach erklärt
Die Synchronisationsmatrix – kurz Synchromatrix – ist das Produkt der Führung mit dem Fokus Zeit. Sie zeigt auf einem Zeitstrahl, wer wann wo was macht, und vergleicht den geplanten mit dem tatsächlichen Verlauf. So werden zeitliche Abweichungen und damit der Handlungsbedarf sichtbar.
Wozu dient die Synchronisationsmatrix?
Die Synchronisationsmatrix sorgt dafür, dass die richtigen Aktionen am richtigen Ort zur richtigen Zeit zusammenpassen. Sie macht zeitliche Abhängigkeiten sichtbar – etwa wann ein Verband ausgelöst werden muss – und zeigt Abweichungen vom geplanten Verlauf. Damit beurteilt der Kommandant den Erfolg bezüglich des Faktors Zeit und kann wo nötig die Synchronisation wiederherstellen.
Aufbau
Waagrecht läuft die Zeit – je nach Bedarf in Stunden, Tagen oder Phasen. Senkrecht stehen die Zeilen, zum Beispiel:
| Zeile | Inhalt |
|---|---|
| Intern | Teilprobleme, Zeitplan der eigenen Planung, Rapporte |
| Bedrohung | Lageentwicklungsmöglichkeiten, Aktionen des Gegners |
| Zivile Partner | Behörden, Blaulichtorganisationen, Bevölkerung |
| Vorgesetzte Stufe / Nachbarn | Unterstützung, Nachbartruppen, Dienste |
| Sensoren | Nachrichtenbeschaffung, z. B. Späher |
| Unterstellte Verbände | Eigene Züge, Dets und Mittel mit ihren Aktionen |
Auf höheren Stufen kommen Erfolgskriterien und Indikatoren bzw. Auslösekriterien für Eventualplanungen dazu – jeweils mit einer SOLL- und einer IST-Zeile.
So entsteht sie auf Stufe Kompanie
Die Matrix wächst mit der Planung mit: Zuerst kommen die Vorlage der vorgesetzten Stufe und die bereits bekannten Fixpunkte wie Rapporte hinein. Danach folgen Schritt für Schritt die eigene Zeitplanung, die erwartete Entwicklung der Bedrohung, der eigene Einsatz und die Aufklärung – jeweils so fein, dass jeder Zug seinen Teil erkennt. Zum Schluss können die Zugführer ihre Detailplanung, etwa Ablösungen, darauf abstimmen.
Die Synchromatrix auf Stufe Zug
Für den Zug genügt meist ein Tages- oder Wochenzeitstrahl mit einer Zeile für den ganzen Zug, je einer Zeile pro Gruppe oder Det und – wo nötig – Zeilen für einzelne Personen, etwa bei Arztterminen oder Abkommandierungen. So sieht man auf einen Blick, wer wann fehlt und ob sich Ausbildung, Verschiebungen und Dienste überschneiden.
In KaderApp lässt sich die Synchromatrix mit Vorlagen (Dets, Gruppen, Lt / Wm / Sdt, alle Personen) oder einer eigenen Auswahl an Zeilen führen; Termine einzelner Personen aus dem Personalmanager erscheinen automatisch.
Häufige Fragen
Was ist eine Synchronisationsmatrix?
Die Synchronisationsmatrix (Synchromatrix) ist eines der drei Produkte der Führung. Auf einer Zeitachse hält sie fest, wie eine Aktion geplant war (SOLL) und wie sie tatsächlich läuft (IST) und zeigt, wer wann wo was macht. Ihr Fokus ist der Faktor Zeit.
Wer erstellt die Synchronisationsmatrix?
In der Regel erstellt der Truppenkörper die Synchronisationsmatrix und gibt sie als Beilage zum Einsatzbefehl an die Einheiten ab. Der Einheitskommandant passt sie an seine Einheit an und bricht sie bis auf Stufe Zug herunter.
Papier oder elektronisch?
Beides ist möglich. Elektronisch sind Anpassungen schnell; Papier mit Folie hat den Vorteil, dass bei Strom- oder Systemausfall nichts verloren geht. Bewährt hat sich, den elektronischen Stand periodisch auszudrucken.
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Die drei Produkte der Führung auf dem Handy
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